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15.12.2009, 19:56 Uhr Übersicht | Drucken
Kundus- Affäre darf Einsatz in Afghanistan nicht in Frage stellen
Merfort: „Leistung deutscher Soldaten anerkennen“



Mit Blick auf die öffentliche Debatte um die „Kundus- Affäre“ erklärt der Landesvorsitzende der Jungen Union Braunschweig, Claas Merfort:

„Die Informationspannen nach dem Luftangriff bei Kundus haben nicht nur dem Ansehen des Verteidigungsministeriums, sondern auch dem der Bundesrepublik schweren Schaden zugefügt. Dieser Schaden kann nur eine möglichst rasche und transparente Aufklärung durch den Untersuchungsausschuss im Bundestag behoben werden. Es gilt nun genau zu klären wer wann was wusste.




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Ich warne jedoch ausdrücklich davor diesen Vorfall aus parteipolitischem Kalkül zu missbrauchen. Auch die Opposition muss ihrer Verantwortung gegenüber den Menschen in unserem Land sowie insbesondere den Soldaten der Bundeswehr in Afghanistan gerecht werden und ihren Teil konstruktiv zur Aufklärung beitragen. Eine neuerliche politisch motivierte Debatte um das deutsche Engagement in Afghanistan würde nur die radikal- islamischen Taliban im Land stärken und den Einsatz noch weiter erschweren.

Merfort mit Blick auf Forderungen nach einem sofortigen Abzug der Bundeswehr weiter:

„Der tragische Vorfall bei Kundus ändert jedoch nichts an der vorbildlichen Leistung die unsere Soldaten und Soldatinnen teilweise unter Bedrohung ihres Lebens im Rahmen des ISAF- Mandates im Norden des Landes seit Jahren erbringen. Ein sofortiger Abzug der deutschen Soldaten hätte zur Folge, dass Entrechtung und Unterdrückung in Afghanistan wieder Einzug halten und wäre schon allein aus menschlicher Sicht nicht zu verantworten. Vor allem durch ihr humanitäres Engagement konnten diese das Vertrauen der Menschen im Land gewinnen und neue Hoffnung schaffen. Vielmehr verdeutlicht die neuerliche Diskussion um das Für und Wider des Einsatzes, dass die Leistung der Bundeswehr im Ausland in unserer Gesellschaft immer noch zu wenig Anerkennung findet“.




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