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05.09.2010, 12:43 Uhr |
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Schneider: „Es darf keine Tabuthemen geben“ JU Kreisvorsitzender fordert sachliche Integrationsdebatte
In Deutschland gibt es seit Tagen heftige Debatten um das von Thilo Sarrazin veröffentlichte Buch "Deutschland schafft sich ab". Der Kreisvorsitzende der Jungen Union Braunschweig, Alexander Schneider, dazu: „Mit seinen unsinnigen Aussagen zur Genetik von ethnischen Gruppen hat sich Thilo Sarrazin als ernst zu nehmender Gesprächspartner selbst disqualifiziert. Dies darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass er mit seinem Buch bisherige Tabuthemen in das Zentrum der Integrationsdebatte gerückt hat.
Wenn wir eine pragmatische und sachliche Diskussion über dieses Thema in Deutschland wollen, dürfen wir nicht länger die Augen vor unbequemen Wahrheiten verschließen und müssen die Fakten anerkennen. Es ist beispielsweise unbestritten, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund, gerade mit muslimischem Migrationshintergrund, überproportional Straftaten begehen, sie häufiger ohne Schulabschluss oder mit einem schlechteren Schulabschluss dastehen. Dies darf man jedoch nicht wie Sarrazin als Spaltung unserer Gesellschaft ansehen. Solche Zahlen beweisen vielmehr das Scheitern der bisherigen Einwanderungs- und Integrationspolitik in unserem Land“.
Künftig müsse auch hier das Prinzip „Fördern und Fordern“ gelten. Aus der Sicht Schneiders würde eine Verbesserung der Bildungsmöglichkeiten gerade Jugendlichen mit Migrationshintergrund mehr Chancen in unserer Gesellschaft bieten. „Es kann aber nicht sein die Debatte auf Forderungen an die Mehrheitsgesellschaft zu beschränken. Für niemanden führt der Weg daran vorbei die Deutsche Sprache angemessen zu beherrschen“, so der Vorsitzende der CDU-Nachwuchsorganisation in Braunschweig. |
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